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Aschau früher und heute, Vortrag vom 11. Oktober 2011

Ingrid_StegherrDer Stammtisch vom 11. Oktober 2011 des Heimat- und Geschichtsvereins stand unter einem ungünstigen Stern, denn drei Parallelveranstaltungen (Gemeinderatssitzung, Homöopathie Vortrag, Fußballspiel) wirkten sich negativ auf die Beteiligung aus. Den 28 erschienenen Zuhörern jedoch bot Frau Ingrid Stegherr, Ihres Zeichens Archivarin des HGV, interessante und spannende Einblicke in die Aschauer Dorfentwicklung.

In Ihrem Vortrag verglich Frau Stegherr anhand von historischen und neuen Aufnahmen das „FrStegherr-009-3616-Gasthof-Kampenwand---Friseur-Kochüher“ mit dem „Heute“. Die historischen Aufnahmen stammten aus den Archiven des HGV und der Gemeinde Aschau. Der vergleichende Spaziergang führte über die Frasdorfer Straße zur Bahnhofstaße und Kampenwandstraße nach Hohenaschau, und von dort nach einem kurzen Abstecher nach Bach wieder zurück nach Hohen- und Niederaschau. Zahlreiche historische Aufnahmen, auch der heute noch geschätzten Fotografen Willy Ziegler, Max Baur oder des Lehrers von Stein Max Hickl, sowie natürlich die Post- und Ansichtskarten und auch private Aufnahmen erlaubten einen Blick auf Gebäude von früher, die heute zum Teil nicht mehr existieren. Einen besonders schönen Aschauer KrankenhausÜberblick gaben die Luftbildaufnahmen von 1968, die freundlicherweise vom Gemeinearchiv zur Verfügung gestellt wurden. Und besonders hier wurde deutlich, dass Geschichte auch in der heutigen Zeit geschrieben wird, denn viele der großen und ortsprägenden Bauvorhaben wurden innerhalb der letzten 25 Jahre abgewickelt (Anwesen Grill – Maibaum, Anwesen Plenk – Edeka, Anwesen „Wimmer Baulager“ – Priental Passage, Anwesen „Paul, Mauracher, Neuschmid“ – Wohnpark Kampenwand, um nur einige zu nennen). Die alten Ansichten wurden mit aktuellen Ansichten verglichen, was aufgrund von baulichen Veränderungen und auch Veränderungen in der Natur manchmal nicht so einfach war.

Alles in Allem ein gelungener Vortrag, der manch wehmütigen Blick zurück erlaubte, der aber auch für Kenner der Materie noch den einen oder anderen Erkenntnisgewinn brachte. Besonders denjenigen, die selbst noch das „Alte“ erlebt haben, boten sich interessante Rückblicke auf die eigene Vergangenheit.  Und so sieht man selbst die alten Bilder immer in Bezug auf die eigene erlebte Geschichte und versucht, diese eigene Geschichte an Details in den Bildern festzumachen. So ergaben sich bereits beim ersten Bild, einer aus dem Jahr 2007 datierten Ansicht von Aschau vom Fellerer aus, intensive Diskussionen, ob diese Datierung denn richtig sei. Aufgrund von Selbsterlebtem und selbst im Jahr 2007 Wahrgenommenem erschien manchem Betrachter die zeitliche Einordnung nicht richtig zu sein. Es wäre vielleicht sinnvoll, einen „heimatkundlichen Spaziergang“ anhand von alten Bildern durchzuführen, und anstelle eines Vortrages die anwesenden Zeitzeugen berichten zu lassen.

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