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Ausflug nach Berchtesgaden

Schlossplatz 180 Grad-Tag-red

Der Heimat- und Geschichtsverein Aschau hatte sich mal wieder alle Mühe gegeben. Wie immer – wie sie das wohl machen – war herrliches Wetter. Der Bus kam pünktlich. Leider hatte es etwas Kuddelmuddel mit der Zeitung gegeben – die Fromm Inge blieb übrig. Sie fuhr dann mit der Christa Zanier im Auto hinterher. So kann man es halt auch machen.

Für mich war der Fahrer neu. Er heißt Vitali – nicht mit dem Klitschko verwandt und boxen kann er auch nicht. Aber er ist ein netter, junger Russe und ein sehr guter Omnibusfahrer. Da hat die Firma Schaitl wieder eine gute Nase gehabt.

Wir fuhren also los – die Autobahn entlang – alles ok.

In Marktschellenberg sollte ein Wehrturm besichtigt werden. Wir warteten auf den Führer – Dr. Lang – der auch bald kam. Vorher raste ein Auto an uns vorbei – und stoppte abrupt vor dem Turm. Der Fahrer brachte den Schlüssel für denselben.

Außerdem entstieg dem Auto ein junger Mann mit Krücken. Er sagt – auf meine teilnehmende Frage – das wäre ein Arbeitsunfall im wahrsten Sinne des Wortes: Er ist Bestatter und war mit einem vollen Sarg eine Treppe runtergefallen. Leider hatte er sich dabei bös am Fuß verletzt, muss acht Wochen auf Krücken gehen, was ihn aber nicht hinderte, den Turm mit zu besichtigen. Ich bin lieber draußen geblieben, weil die Sonne so schön schien und ich meiner neuen Hüfte noch nicht getraut habe.

Dann fuhren wir zu einer sehr hübschen Wallfahrtskirche. Dort war gerade ein Film-Team am Drehen und wir störten natürlich etwas. Die Kirche war innen wunderschön und Herr Dr. Lang führte uns sehr aufschlußreich hindurch. Draußen erwartete uns das herrliche Bergpanorama der Berchtesgadener Alpen.

Weiter ging es dann nach Berchtesgaden. Im Dachgarten des Hofbräu machten wir Mittagspause. Das Bier schmeckte ausgezeichnet und die Speisen waren auch sehr zufriedenstellend.

Anschließend folgte ein sehr informativer Stadtrundgang. Leider kann ich vom Inneren der Kirchen wenig berichten, weil ich lieber draußen blieb. Ich mußte an den Rucker Hans und seine „Gnadenvergiftung" denken. Draußen war es auch sehr interessant.

Wir wanderten weiter durch einige Torbogen und landeten auf einem wunderschönen großen Platz mit wunderbaren Wandmalereien. Auf dem Marktplatz saßen die Menschen in der warmen Herbstsonne und ich und noch eine Dame genossen dort einen herrlichen Eiskaffee. Leider mussten wir die Hälfte stehen lassen, weil der Bus wartete. Dr Lang erklärte uns, warum Herr Hitler in Berchtesgaden so erfolgreich war. Ganz klar – er was Österreicher. Bayern und Östreicher sind praktisch dasselbe – sie haben eine lange gemeinsame Geschichte. Da kann nur ein „Einheimischer", der dazu auch noch begeisternde Reden halten konnte, etwas werden. Was dann später daraus wurde, das konnte damals wirklich keiner ahnen.

Es folgte noch eine sehr schöne Rundfahrt um Berchtesgaden herum und in der Kugelmühle wurde dann die lang ersehnte Kaffeepause nachgeholt.

Vielleicht könnte der Heimat-und Geschichtsverein mal eine Fahrt auf den Obersalzberg veranstalten. Ich wohne jetzt seit 60 Jahren in Aschau und bin noch nie dort oben gewesen. Also werde ich das jetzt mal in Angriff nehmen. Mit einem Bus vom Schaitl wäre es natürlich bequemer und einfacher.

Jedenfalls herzlichen Dank an den Uli Feldmann und den Wolfgang Bude für die Vorbereitung und natürlich auch an Herrn Dr. Lang für seine sehr interessanten Ausführungen.

Irmfried Wimmer