Aktuelles

Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins am 23. Januar 2017

Solnar

Im Saal des „Chalet“ in Aschau begrüßte der erste Vorsitzende Dr. Ulrich Feldmann die zahlreich erschienenen Mitglieder zur Jahreshauptversammlung 2017.

Nach einer Gedenkminute für die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder ging Dr. Feldmann auf die leider abnehmende Mitgliederzahl des Vereins ein, die vor allem der Überalterung geschuldet ist. Daher schlägt er eine Erhöhung des seit Bestehen des Vereins gleich gebliebenen Mitgliederbeitrags auf 10€ jährlich vor, um die Aufgaben des Vereins auch zukünftig schultern zu können. Die Mitgliederversammlung genehmigt diesen Vorschlag.


Weiters unterrichtet er die Versammlung über den Stand der Schlossführungen und des Betriebs des Prientalmuseums. Die Bauarbeiten 2016 haben die Führungen und den Betrieb sehr beeinträchtigt. Der alte Vertrag mit der BIMA ist abgelaufen, die Gemeinde ist jetzt alleinige Vertragspartnerin für die BIMA. Die Gemeinde (Tourist-Info) übernimmt die Organisation der Schlossführungen und den Betrieb von Prientalmuseum und Burgladerl. Der HGV behält die fachliche Betreuung.

Die Beiräte Ulrike Lauwitz, Christine Pfaffinger und Georg Antretter berichten in einem sehr ansprechenden Bildvortrag und mit Unterstützung von Wolfgang Bude über die Veranstaltungen im Jahr 2016.

In einem vorgezogenen Grußwort – da er zu einer weiteren Veranstaltung müsse - bedankt sich Bürgermeister Solnar für die Arbeit des HGV für die Gemeinde. Er spricht die Situation am Schloss an, ebenso die Weiterentwicklung der geplanten Heilig-Grab-Veranstaltungen. Weiters betont er die Bedeutung der Heimatgeschichte bei der Bewerbung zum „Bergsteigerdorf“ von Sachrang.

Nach Kassenbericht, Kassenprüfung und Entlastung der Vorstandschaft berichtet

Frau Peters vom Müllner-Peter-Museumsverein in Sachrang über die Zusammenarbeit mit dem HGV anlässlich der geplanten Ausstellung zu Max Hickl in Sachrang. Sie kündigt an, die Zusammenarbeit der beiden Vereine und auch mit anderen Vereinen weiter zu pflegen.

Zum Abschluss dankt Herr Dr. Feldmann Herrn Brandl dafür, dass er weiterhin Homepage und Computeranlage des Vereins betreut. Ebenso dankt er dem Schlosspersonal und der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit.

Nach einer kurzen Pause präsentiert Michaela Thomas ihren Vortrag zum Thema

„Traditionelle und repräsentative Architektur im Aschauer Tal“ 
Die Bauten der Münchner Architekten Max Ostenrieder und Franz Zell

Frau Thomas hat ihre Magisterarbeit über Theodor von Cramer-Klett jun. geschrieben. Sie hat aus kulturgeschichtlichem Interesse heraus sich mit den beiden Architekten beschäftig, die in Aschau einige ortsbildprägende Bauten für Theodor von Cramer-Klett errichtet haben. An Hand von Fotos erläuterte sie die Entstehung bzw. den Umbau so wichtiger Bauten, wie der Pfarrkirche, dem Schloss und der Festhalle durch Max Ostenrieder und der Schule Stein, dem Forsthaus Grattenbach und dem Hotel Burg durch Franz Zell.

Die sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen würdigten die Versammelten durch großen Beifall und sicher mit dem Vorsatz, sich bei Gelegenheit die besprochenen Bauten einmal mit Aufmerksamkeit genauer zu betrachten.