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Heimatkundliche Führung mit Kathrin Thaurer auf dem „Kailhof“ in Göttersberg am 14. Mai 2018

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Diese Hofführung war 2017 schon einmal im Programm des HGV angekündigt, leider fiel sie damals dem starken Regen zum Opfer. Die Spannung war daher nicht gering, ob die Veranstaltung heuer stattfinden konnte, nachdem der Wetterbericht Gewitter und Starkregen prophezeit hatte. Aber der Wettergott hatte ein Einsehen und nachdem der versprochene Regen schon zwei Stunden vorher niedergegangen war, erwartete die 16 Gäste des HGV geradezu perfektes Wetter für die kommende Führung am und um den Göttersberg.


Vor 15 Jahren hatte sich eine Gruppe von Bäuerinnen zusammen getan, um bei persönlichen Führungen Gästen und Einheimischen ihre Höfe und ihre Arbeit nahe zu bringen, eine von ihnen war Kathrin Thaurer.

„Von Bauern und Grundherren, von Wasser und Brot“ ,

unter diesem Motto führt sie seither über ihren Hof, dem seit 500 Jahren bestehenden „Kailhof“ in Göttersberg.

Zur Einführung ging sie auf die Geschichte des Hofes ein. Der Göttersberg erhielt seinen Namen von einer Person namens Gottino, die im 12. Jahrhundert im Codex Falkenstein genannt wurde und der gleichnamigen Adelsfamilie, die im Spätmittelalter auf dem Göttersberg saß. Seit 1520 sind 3 Höfe auf dem Göttersberg nachgewiesen, ein gewisser Jörg Keil hat einem der drei wohl zu seinem Namen verholfen, den „Kailhof“. Seit vierhundert Jahren ist auf diesem Hof die Familie Dauerer oder später Thaurer ansässig, die Grundherrschaft lag bis 1803 bei der Filialkirche Roßholzen. Vor 32 Jahren haben Kathrin und Josef Thaurer den Hof übernommen und bewirtschaften ihn mit ihrer Familie als Bio-Milchviehbetrieb im Nebenerwerb.

Im weiteren Verlauf der Führung erhielten wir einem Blick in den Stall, in dem gerade die Kühe zum Melken hereingebracht worden waren. Kathrin Thaurer erläuterte die Arbeitsweise am Hof, auch ein kurzer Blick in die moderne Milchkammer und ein sehr informatives Gespräch mit Bauer und Bäuerin über die Probleme der Milchbauern schloss sich an.

Anschließend konnten die Gruppe bei einem kurzen Spaziergang über Göttersberg und Spöck die herrliche Aussicht auf Bärnsee und Aschau genießen und Kathrin Thaurer erzählte dabei von Geschichte und heutiger Funktion der autonome Wasserversorgung der Ortsteile Göttersberg, Spöck und Höhenberg über die Quellen bei der Abendmahlkapelle.

Zum Abschluss ließ Katrin Thaurer alle hausgebackenes Brot und das besondere Wasser der Göttersberger auf der Hausbank des Hofes kosten. Mit einer Flasche Wein bedankte sich Josef Bauer von der Vorstandschaft des HGV bei unserer Gastgeberin für die schönen und informativen zwei Stunden am „Kailhof“ in Göttersberg.