Der letzte Band der Aschauer Ortschronik erschienen

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Mit der Veröffentlichung des vorliegenden Registerbandes ist das Projekt „Chronik der Herrschaft Hohenaschau und des Prientales" nach 16 Jahren offiziell abgeschlossen.

Als am 12. Dezember 1995 der Gemeinderat Aschau i.Chiemgau unter Vorsitz von Bürgermeister Kaspar Öttl beschloss, eine neue Chronik für die ehemalige Hochgerichts-Herrschaft Hohenaschau und die Talgemeinden zu erarbeiten, konnte niemand ahnen, welche Eigendynamik dieser Auftrag entwickeln sollte.

Mit der Organisation und Realisierung des Vorhabens wurde der Leiter des Amtes III der Gemeinde (Tourismus), Wolfgang Bude, beauftragt. Letztendlich wirkten über 40 Autoren am Entstehen der in Themenbereiche untergliederten Quellenbände mit. Die Historikerin Dr. Margot Hamm vom Haus der Bayerischen Geschichte wachte von Beginn an über die fachliche Qualität der einzelnen Beiträge und redigierte die meisten Bände. Im Jahre 2008 erschien schließlich der 22. und letzte der Edition im Eigenverlag der Gemeinde.

Dass diese Geschichtssammlung nun (inklusive Chronikband, ohne Registerband) 11.430 Seiten mit rund 3.600 Abbildungen umfasst, ist außergewöhnlich. Bemerkenswert und zur Nachahmung empfohlen ist die letztendlich kostendeckende Finanzierung bei einem Volumen von rund 400.000 €. Dafür sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich den Beziehern der gesamten Ausgabe und den zahlreichen Sponsoren gedankt.

Dass es nun quasi als „Schlüssel" für das Aschauer Chronik-Werk zusätzlich das vorliegende Personen-, Orts- und Sachregister gibt, ist vor allem einem wohl gesonnenen Sponsoren, dem örtlichen Heimat- und Geschichtsverein und natürlich unserem langjährigen Autoren, Dr. Stefan Breit, zu verdanken.

Wie kaum ein anderer, war Dr. Breit für diese akribische und spezifische Sachkenntnis voraussetzende umfangreiche Detailarbeit prädestiniert. Einige der Quellenbände hat er selber verfasst (die Bände V – VII, Haus- und Hofgeschichten, Band X, Verbrechen und Strafe), zu anderen fachliche Beiträge geliefert (Agrargeschichte, Band XIII, Materielle Kultur, Band XIX). Innerhalb von zwei Jahren bewältigte er den schier unüberschaubaren Berg an Arbeit.

Der Heimat- und Geschichtsverein unterstützte das gemeindliche Chronik-Projekt mit 40.000 € und kann nun mit Hilfe des erwähnten Sponsors dieses Nachschlagewerk zum Selbstkostenpreis veröffentlichen.

Bürgermeister Öttl benutzte im Zusammenhang mit den Chronik-Arbeiten einmal das Zitat von Thomas Morus: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme." Darin sieht auch der Heimat- und Geschichtsverein seine Kern-Aufgabe.

So hätte sich der gewaltige Einsatz gelohnt, würde dieses Werk kommenden Generationen als Grundlage für ein kräftiges Feuer dienen!

Weitere Zahlen und Fakten zum Chronikprojekt
Leseprobe zum Registerband