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Blauer Dunst über Bayern - Zur Kulturgeschichte des Rauchens im 17. und 18. Jahrhundert

Adventstammtisch Sachrang

Der Adventsstammtisch des Heimat- und Geschichtsvereins Aschau fand in diesem Jahr am 7. Dezember in Sachrang im „Sachranger Hof“ statt. Ein Gasthof kann auch als gebührender Ort für den informativen und unterhaltsamen Vortrag über die Einführung des Tabaks in Bayern gelten, mit dem die Neuzeitarchäologin Frau Dr. Natascha Mehler die Veranstaltung eröffnete. Die Anwesenden erfuhren dabei, dass die Geschichte des Tabakrauchens in Bayern im 16. Jahrhundert begonnen hat. In diesen Anfangszeiten galt Tabak als Medikament, als Genussmittel verbreitete sich Tabak erst im und nach dem 30-jährigen Krieg. Es gab in dieser frühen Zeit auch schon die ersten Rauchverbote, die Obrigkeit erkannte aber auch bald die Möglichkeit, durch Tabakmonopole neue Einnahmequellen für den Staatssäckel zu erzeugen.

Als besonderes Schmankerl konnte Fr. Dr. Mehler ein hölzernes Ladenschild aus dem Jahr 1769 vorzeigen. Das Schild hatte zur Kramerei des Sachranger Gasthofes gehört, die zu der Zeit an Peter Seulacher aus Huben verpachtet war. Es ist wohl das älteste noch existierende Ladenschild in Bayern und hatte jahrelang unerkannt im Magazin des Heimat- und Geschichtsvereins gelegen.

Ein sehr reichhaltiges und schmackhaftes Buffet im „Sachranger Hof“ und ein gemütliches Beisammensein beendeten den rundum gelungenen Adventsstammtisch in Sachrang.