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Tassilo III. und das Kloster Frauenchiemsee.

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Eine Spurensuche mit überraschenden Ergebnissen zum Gründungsanlass und den Bauten der Gründungsphase.

Der erste Vortrag des Jahres fand am 11. Februar 2019 im evangelischen Gemeindehaus statt. Fast 50 Gäste waren gekommen, um einem Vortrag von Dr. Bernd Steidl, Hauptkonservator an der Archäologischen Staatssammlung in München, zu lauschen.

In dem Vortrag präsentierte Dr. Steidl einen römischen Grabstein, der seit Jahrzehnten zum Bestand der Archäologischen Staatssammlung gehört. Äußerst spannend stellte er dar, welche Geschichten der Stein zu erzählen vermag. Mit Hilfe von Inschriften, Bearbeitungsspuren, Farbpigmenten und Schriftquellen präsentierte er die vielen Stationen im „Leben“ des Steins. Ausgehend von diesem Grabstein konnte er auch die früheren Ausgrabungen im Kloster auf der Fraueninsel neu interpretieren und bewerten, so dass er auch Neues zur Gründung des Klosters beitrug. Obwohl der Vortrag über 75 Minuten dauerte hörten alle gebannt zu.

Nach dem Vortrag gab es noch viele Fragen, hauptsächlich zur Beziehung des berühmten Bayernherzogs Tassilo zum Kloster auf der Fraueninsel, die Dr. Steidl mit viel Fachwissen beantwortete. Das abschließende Resume einiger begeisterter ZuhörerInnen lautet: der Vortrag war so spannend wie ein Krimi!